Montag, 13. April 2009

Tag 14 (13.04.2009) - Kebun Raya, die botanischen Gärten von Bogor


Vom Loneley Plant wärmstens empfohlen, 60 km südlich von Jakarta in Bogor gelegen, findet man einen der artenreichsten botanischen Gärten der Welt, die Kebun Raya.
Nach Bogor kommt man - möchte man nicht mit dem eigenen Auto oder aber einem Taxi fahren - mit Bus und Bahn. Zwar ist die Busfahrt vom südlichen Busbahnhof ein wenig kürzer als die ca. einstündige Bahnfahrt mit dem Pakuan Express (so eine Art Regionalexpress) vom zentral gelegenen Bahnhof Gambir, jedoch kann es vom Zentrum aus gut eine Stunde bis zum Busbahnhof dauern. Da ich selbst nur 5 Taximinuten - meine neue Zeiteinheit - von Gambir entfernt wohne, habe ich mich für die Fahrt mit der Bahn entschieden. Der Bahnhof selbst verbindet Jakarta mit den meisten Großstädten Javas. Obwohl allein auf dieser Insel ca. 120.000.000 Menschen leben, darf man sich aber unter diesem Bahnhof keinen Hauptbahnhof wie zum Beispiel in Köln und schon gar nicht Berlin vorstellen. Gambir ist zweistöckig aufgebaut. Auf der unteren Ebene befinden sich neben den Ticketschaltern (hier geht alles über Papiertickets) und dem Servicecenter die obligatorischen Fressbuden inklusive der omnipräsenten Kette Dunkin' Donuts. Die vier Gleise befinden sich auf der oberen Ebene und sind nur nach einer Einlasskontrolle zugänglich. Wer kein Bahnticket vorweisen kann, muss eine Gleisgebühr in Höhe von 1.500 IDR (ca. 0,10 €) entrichten; auf diese Art und Weise ist sichergestellt, dass auf den Bahnsteigen kaum jemand herumlungert, sondern tatsächlich auch mit der Bahn fährt.
Nach Bogor fahren mehrfach stündlich Züge. Die Holzklasse für 2.500 IDR (ca. 0,17 €) ist wirklich nicht zu empfehlen, zum einen sind die Züge wirklich dreckig, stinken wie Sau, zum anderen halten sie an jeder Ecke. Der von Gleis 3 abfahrende Pakuan Express ist mit 11.000 IDR (ca. 0,72 €) hingegen eine sehr gute Wahl. Wie oben beschrieben handelt es sich um eine Art Regionalexpress, der zwischen Jakarta und Bogor verkehrt. Die Sitze sind angenehm weich gepolstert und die wirklich gut eingestellte Klimaanlage sorgt dafür, dass man auf der Fahrt weder ins Schwitzen kommt noch friert. Die um kurz vor zehn begonnene Zugfahrt endete um kurz vor elf am Bahnhof von Bogor. Beim Verlassen des Bahnhofs müssen die Tickets wieder abgegeben werden, von daher sollten diese nicht nach der Ticketkontrolle im Zug weggeworfen werden.
Den Bahnhof von Bogor (ca. 800.000 Einwohner auf engstem Raum) und seine Umgebung kann man getrost als lebensfeindlich bezeichnen. Ist die Verkehrssituation in Jakarta als chaotisch zu bezeichnen, fehlt in Bogor jede Form der erkennbaren Organisation, zudem sind die Straßen in unglaublich schlechten Zustand. Den Unterschied zwischen echten Taxis - die sich nur vereinzelt hierhin verirrt haben - und dem ÖPNV in Form von kleinen grünen Minibussen, die das gesamte Stadtbild prägen, ist für mich nicht erkennbar gewesen. da ich mit dem Stadtplan des Lonely Planet bewaffnet war, habe ich mich auf den ca. 45-minütigen Marsch zum Eingang des botanischen Gartens aufgemacht.
Eigentlich kaum vorstellbar findet sich in dieser Ansammlung aus dreckigen Straßen und Häusern mitten im Stadtkern eine grüne Oase, die botanischen Gärten von Bogor. Neben ca. 15.000 verschiedenen Arten von Bäumen ist das Prunkstück der 86 Hektar großen Anlage das Orchideenhaus mit ca. 3.000 verschiedenen Sorten. Wie der Teufel so wollte, war das Haus, das man für gewöhnlich für 1.000 IDR (ca. 0,07 €) besuchen kann, an diesem Ostermontag geschlossen.
Nachdem ich das Eintrittsgeld von 9.500 IDR (ca. 0,60 €) bezahlt hatte, konnte ich erstmal ein Schwätzchen mit dem Personal am Eingang halten. Erstaunlicherweise sprach der Einlasskontrolleur sehr akzeptabel deutsch, was in dieser Gegend eigentlich nur der gebildeten Oberschicht zugänglich ist. Zunächst habe ich mich in den Osten der 1816 von den niederländischen Besatzern angelegten Anlage begeben.
In diesem Teil befindet sich auf einer wunderbaren grünen Anhöhe das Café de Deunen, welches mit einer sehr umfangreichen Speisekarte aufwartet. Wer möchte, kann auf asiatisches Essen verzichten und nach Herzenslust westliche Kost ordern, und das alles zu Preisen zwischen 20.000 IDR (ca. 1,30 €) und 60.000 IDR (ca. 4 €). Für indonesische Verhältnisse sehr teuer, gerade in dieser Gegend, für den Touristen aber immer noch ein Schnäppchen. Das kanadische Paar mit Kleinkind am Nachbartisch packte parallel zu mir den Lonely Planet aus, die wissen eben, was gut ist.
Da der Indonesier nicht sehr viel von dem Fortbewegen zu Fuß zu halten scheint, sind die Hauptwege mit dem Auto zugänglich, dass heisst, dass man auch hier in der Idylle nicht auf den gewohnten Klang der Hupe verzichten muss.
Für mich am interessantesten waren die großen Bäume mit ihren fantastischen riesigen Wurzeln. In dem westlichen Teil des Parks, der von einem kleinen Fluss vom östlichen Teil abgetrennt ist, befindet sich ein Baum, der die Fledermaushöhle genannt wird. Dies liegt schlicht und einfach daran, dass dort in der Baumkrone Fledermäuse hausen, die zwar am Tag nicht besonders aktiv sind, sich dennoch gelegentlich ankeifen. Neben diesem Baum findet man noch ein paar Schokoladenbäume, wie man sie aus dem Schokoladenmuseum in Köln kennt. Angrenzend an den westlichen Teil befindet sich ein von dem Park aus nicht zugänglicher Palast mit einem großen Wildgehege. Eine weitere Attraktion der botanischen Gärten ist das zoologische Museum, welches zwar zu 99% nur Gerümpel enthält, dafür aber auch das komplette Skelett eines Blauwals. Am Ausgang des Museums, dessen Eintritt frei ist, kann man absolut geschmacklose Affenmasken als Souvenirs kaufen. Da habe ich dann mal dankend abgelehnt...
Nach einer ca. 2 1/2-stündigen Tour durch den Park habe ich die Fahrt in einem der grünen Minibusse gewagt. Vertrauensbildend wirkte sich nicht gerade aus, dass der Fahrer auf seine schlechten Augen verwies, als ich ihm auf der Karte zeigen wollte, wo es hingehen soll. Nach einer langen Tour rund um die Stadt kam ich dann doch tatsächlich wieder am Bahnhof an und war leicht erstaunt, dass der gute Mann gerade mal 3.000 IDR (ca. 0,20 €) haben wollte, dies scheint dort eine Art Stadttarif zu sein.
Da es in Bogor im Jahresschnitt 320 Gewitterstürme gibt, setzte kurz nach meinem Einstieg in den Zug schon heftiger Regen ein; während der Fahrt schlug dann auch tatsächlich mit einem Riesenknall ein Blitz in die Bahn ein. Diese war für ein paar Sekunden außer Gefecht, fuhr dann aber ganz normal weiter. Am Bahnhof Gambir wieder angekommen, dachten sich die hiesigen Taxifahrer wohl, dass erneut eine Langnase zum Abzocken in Jakarta angekommen sei. Anders kann ich mir nicht erklären, dass man mir die Taxifahrt zurück zu meiner Wohnung für den Schnäppchenpreis von 50.000 IDR (ca. 3,25 €) anbot. Als ich dem Fahrer sagte, dass ich normalerweise 18.000 IDR (ca. 1,20 €) für die Fahrt zahle, wurde ich ausgelacht. Gezahlt habe ich bei dem Blue Bird-Taxi tatsächlich genau 18.000 IDR, man kennt halt mit der Zeit die Preise; ergo: niemals auf solche Dinge wie Pauschale einlassen, dass Taxameter ist und bleibt der Maßstab in Jakarta!

Tag 13 (12.04.2009) – Bersih Sehat Spa

Leider habe ich mich immer noch nicht ganz von dem Durchfall erholt, so dass ich den geplanten Besuch des Fitnessstudios erstmal verschoben habe.
Daher war ich zunächst in der Grand Indonesia Mall, um mir eine aktuelle Tageszeitung zu besorgen, schließlich sollte ich, was die Parlamentswahlen angeht, auf aktuellstem Stand sein. Die Sonntagsausgabe der Jakarta Post unter dem Arm habe ich mich dann in den Dunkin‘ Donuts gesetzt und bei einem Donut und Cappuccino die Zeitung gelesen. Dies scheint irgendwie nicht indonesische Tradition zu sein, in jedem Fall war ich weit und breit der einzige, der während des Essens eine Zeitung las, mit dem Handy oder Laptop zu hantieren ist hingegen weit verbreitet, auch wenn man mit Leuten am Tisch sitzt. Hoffentlich eigne ich mir diese Unsitte nicht in den nächsten drei Monaten an.

An den Kleinanzeigen in der Zeitung sieht man, dass hier in Indonesien ein eher gemäßigter Islam praktiziert wird. Da ich auf der Suche nach einem guten Spa bin, habe ich mir mal die Rubrik Massage angesehen. Um den Tenor von 14 der 15 Anzeigen wiederzugeben, zitiere ich einfach die erste Annonce: „Special Topmodell Massage with Extra Service – Call Julia…“ Lediglich die letzte Anzeige wies darauf hin, dass in ihrem Studio kein Extra-Service angeboten wird. Also habe ich wieder mal den Lonely Planet zu Rate gezogen, der mir das Bersih Sehat Spa empfahl.
Ich habe mich dann später aufgemacht und das genannte Spa besucht. Eine Stunde Massage kostet hier 110.000 IDR (ca. 7,25 €). Zu Beginn der Massage wird man gefragt, ob man wünscht, dass die Masseurin auf dem Rücken herumläuft. Da die gute Frau maximal 45 Kilo schwer war, habe ich das dann auch direkt mal ausprobiert; im Endeffekt ganz witzig, aber meines Erachtens genauso wie das Gelenkknacken eine reine Show. Im Gegensatz zu den meisten Massagen, die ich bisher hatte, hatte ich das Gefühl, dass die Masseurin gezielt die Verspannungen anging und nicht nach Schema X vorging. So hat sie deutlich länger an meinem operierten rechten Bein rumgeknetet als am linken. Wie praktisch immer eine gute Empfehlung des Lonely Planet Indonesia, den ich jedem Reisenden nur wärmstens ans Herz legen kann…

Tag 12 (11.04.2009) – Die Stube

Während ich den Tag über ein wenig rumgegammelt habe und mir ein neues Netzteil für mein Handy besorgen musste, war ich abends im Süden der Stadt, und zwar in dem deutschen Restaurant Die Stube im Stadtteil Kemang. Die Stube wartet mit wirklich ordentlichem deutschem Essen und der Live-Übertragung der Fußballbundesliga auf. Leider ist es hier nicht anders als in den im Gegensatz zu Italien oder England doch sehr amateurhaften Berichterstattungen im deutschen Fernsehen: hier wird nur das Bayernspiel als Einzelspiel übertragen. Aus sportlicher Sicht fand ich Bayern gegen Frankfurt nicht gerade interessant; dass die Bayern das Spiel gewinnen würden war klar. Dass Frankfurt dieses Jahr unterer Durchschnitt ist, stand auch vorher fest, aber naja…
Die Stube an sich ist mit jeder Menge deutschem Kitsch ausstaffiert, die Gäste hauptsächlich deutsche ExPats. Ich will ja keinen Generalverdacht äußern – und tue es trotzdem - , aber die Anzahl von deutschen Senioren mit deutlich jüngeren (und hübscheren) Indonesierinnen lässt Raum zur Spekulation.
Wenn ich wieder Lust auf deutsches Essen verspüre, werde ich mal wieder reinschauen, ansonsten wohl eher nicht (es sei denn, die Kollegen gehen dahin, dann werde ich mich nicht verweigern).

Tag 11 (10.04.2009) – Besuch des Monas


In der Stadtmitte befindet sich ein großer Park, welcher das Nationaldenkmal – Monas (Akronym für Monument Nasional)– und innerhalb des Nationaldenkmals ein Museum beherbergt. Der Park ist eine wunderbare Grünanlage, in der am Wochenende bevorzugt Familien mit ihren Kindern chillen und die Kleinen mit ihren Drachen spielen lassen. Kleine Plastikdrachen bekommt man hier von Parkverkäufern, die diese in verschiedenen Größen zu Spottpreisen anbieten (Mercedes hat schon angekündigt, sich einen Drachen kaufen lassen zu wollen).
In der Mitte des Parks befindet sich das Nationaldenkmal, eine 132 Meter hohe Säule mit einer mit Gold überzogenen Flamme als Spitze. Dieses Denkmal wurde 1961 errichtet. Die Besucherplattform befindet sich auf einer Höhe von 115 Metern und ist für 7.500 IDR (ca. 0,50 €) mit dem Aufzug zugänglich. An Feiertagen ist die Schlange jedoch so lang, dass man zwei Stunden warten muss, was ich nicht vorhatte.
Im Bauch des Monas befindet sich das Nationalmuseum (Eintritt 2.250 IDR, ca. 0,15 €), welches hauptsächlich aus zwei Räumen besteht.
In dem kleineren Raum befinden sich vier goldene Bilder; eine goldene Tür, die Unabhängigkeitserklärung, der Garuda (Wappentier) und eine Landkarte Indonesiens. Besonderes Augenmerk ist auf die Gestaltung des Garudas zu legen. Die acht Schwanzfedern stehen für den Monat August, die jeweils 17 Flügelfedern für den 17. Tag und die 45 Halsfedern für das Jahr 1945, was zusammen den 17. August 1945 ergibt, den Tag der Unabhängigkeitserklärung.
In dem Größeren Raum befinden sich 50 Dioramen, welche in kleinen Bildern die Geschichte Indonesiens darstellen. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Betonung der Unmenschlichkeit und Niederträchtigkeit der niederländischen Kolonialherren gelegt. Die Abneigung gegen unsere Möchtegern-Weltmeister-Nachbarn ist bis heute ungebrochen. Neben diesen Dioramen befindet sich noch eine Vision Jakartas für die nähere Zukunft. Zum einen wird zurzeit ein Gebäude ähnlich den Petronas-Türmen in Kuala Lumpur gebaut (natürlich nochmal viel größer), zum anderen soll das Zentrum Jakartas in absehbarer Zukunft mit einer Einschienenbahn ausgestattet sein, North Havorbrook lässt grüßen; das Projekt war bereits vor Zeit in Angriff genommen und dann aus Geldmangel wieder eingestellt worden. Trassenpfeiler in der Innenstadt liefern davon Zeugnis ab.
Am späteren Nachmittag habe ich dann gemerkt, dass ich wohl einen Tag zu früh wieder zur Arbeit gegangen war, wahrscheinlich habe ich mir eine Salmonellenvergiftung eingehandelt, die zwar unproblematisch ist, jedoch schon eine Schwächung bewirkt.

Tag 10 (9.04.2009) – Eine weitere Mall erkundet

Nachdem ich doch ein wenig geschwächt ins Büro gegangen bin, habe ich nach Dienstschluss eine weitere Mall besucht, und zwar die Pasaraya im südlichen Teil des Stadtzentrums. Hier bekommt man alles, was man zum Anziehen braucht sowie indonesische Handicrafts und auch Bettzeug. Wegen letzterem war ich in der Mall, da ich noch eine Bettdecke benötigte. Ich kam jedoch nicht an den beiden Etagen für Herrenschuhe und Herrenbekleidung vorbei, und das ist wörtlich gemeint, da der Aufzug irgendwie seinen Dienst verweigerte und die Etage mit dem Bettzeug in der 7. Etage zu finden ist. In der Mall bewahrheitete sich wieder die aufgestellte These, dass eigentlich alle Markenartikel wesentlich günstiger sind, bei Importen aus Europa jedoch teurer. „Meine“ Schuhe von Ecco, die ich mir in Berlin gekauft hatte, hätten mich hier knapp 15 € mehr gekostet.

Donnerstag, 9. April 2009

Offtopic 1 - Die Parlamentswahlen

Heute, am 9.04.2009, sind in Indonesien die Wahlen zu den Parlamenten. Das politische System hier zu beschreiben wäre zum einen wohl zu aufwendig, zum anderen kann ich mich bei weitem noch nicht als Experte rühmen. Im Gegensatz zu den Wahlen in Deutschland ist der Wahlkampf allein aufgrund der Vielzahl der Parteien (38 an der Zahl) - großteils ohne erkennbares politisches Profil - ein wenig unübersichtlich. Geordnete Wahlkampfveranstaltungen gibt es auch nicht wirklich viele, in manchen Fällen wurden Veranstaltungen angekündigt, wobei zwar die Zeiten, nicht aber der Orte feststanden. Das System krankt ein wenig an dem Umstand, dass nicht alle Indonesier eine Wahleinladung erhalten haben, was gleichbedeutend mit dem Ausschluss von der Wahl ist, denn wer nicht auf den Listen erscheint, kann auch nicht wählen. Wie hoch der Anteil der so erzwungenen Nichtwähler ist, bleibt abzuwarten.
Im Juli finden die Direktwahlen zum Präsidenten statt. Interessant ist hierbei, dass die Partei des Präsidenten bisher eine reine "Präsidentenpartei" war und im Parlament keine Rolle spielt. Aufgrund des doch recht niedrigen Quorums von 2,5 % bleibt abzuwarten, wie viele Parteien mit wie vielen Mitgliedern letztlich in das Parlament einziehen werden (bitte verzeiht die Ungenauigkeiten, heute werden 5 Parlamente gewählt, ich beziehe mich hier auf die dem Bundestag vergleichbare Vertretung). Details kann man auf den Seiten der englischsprachigen Tageszeitung Jakarta Post erfahren, die sich auch kritisch mit dem Ablauf der Wahl auseinandersetzt.
Der positive Nebeneffekt der Wahl ist die deutlich entspannte Verkehrssituation in Jakarta am heutigen Donnerstag. Wo es normalerweise einem Selbstmord gleichkäme, die Straße am Plaza Indonesia im Berufsverkehr zu überqueren, konnte man ihn heute bequem zu Fuß umrunden.
To be continued...

Tage 8 und 9 (7. und 8.04.2009) - Unter dem Zeichen der Diplomatie und des Durchfalls

Von meinem achten Reisetag gibt es eigentlich nichts wesentliches zu berichten, nur soviel: Am Abend war ich eingeladen, im Haus des ständigen Vertreters an einem Abendessen teilzunehmen (die Teilnehmer unterfallen leider dem Dienstgeheimnis). Da nur das Beste gut genug ist, gab es ein exquisites 5-Gänge-Menü mit perfektem Rundum-Service durch die eigens aus einem Nobelhotel angeheuerten Servicekräfte. Leider blieb weder das Essen, noch der vorzügliche Wein, lange erhalten. Zurück in meinem Apartment war ich Montezumas Rache ausgesetzt und habe daher den neunten Reisetag komplett im Bett verbracht. Meine Krankmeldung wurde dann auch mit den Worten "Willkommen in Indonesien, den Tag werden Sie auch überstehen" kommentiert. Glücklicherweise blieb es auch bei dem einen Tag, so dass ich heute wieder pünktlich zum Dienstantritt im Büro saß...