Montag, 13. April 2009

Tag 13 (12.04.2009) – Bersih Sehat Spa

Leider habe ich mich immer noch nicht ganz von dem Durchfall erholt, so dass ich den geplanten Besuch des Fitnessstudios erstmal verschoben habe.
Daher war ich zunächst in der Grand Indonesia Mall, um mir eine aktuelle Tageszeitung zu besorgen, schließlich sollte ich, was die Parlamentswahlen angeht, auf aktuellstem Stand sein. Die Sonntagsausgabe der Jakarta Post unter dem Arm habe ich mich dann in den Dunkin‘ Donuts gesetzt und bei einem Donut und Cappuccino die Zeitung gelesen. Dies scheint irgendwie nicht indonesische Tradition zu sein, in jedem Fall war ich weit und breit der einzige, der während des Essens eine Zeitung las, mit dem Handy oder Laptop zu hantieren ist hingegen weit verbreitet, auch wenn man mit Leuten am Tisch sitzt. Hoffentlich eigne ich mir diese Unsitte nicht in den nächsten drei Monaten an.

An den Kleinanzeigen in der Zeitung sieht man, dass hier in Indonesien ein eher gemäßigter Islam praktiziert wird. Da ich auf der Suche nach einem guten Spa bin, habe ich mir mal die Rubrik Massage angesehen. Um den Tenor von 14 der 15 Anzeigen wiederzugeben, zitiere ich einfach die erste Annonce: „Special Topmodell Massage with Extra Service – Call Julia…“ Lediglich die letzte Anzeige wies darauf hin, dass in ihrem Studio kein Extra-Service angeboten wird. Also habe ich wieder mal den Lonely Planet zu Rate gezogen, der mir das Bersih Sehat Spa empfahl.
Ich habe mich dann später aufgemacht und das genannte Spa besucht. Eine Stunde Massage kostet hier 110.000 IDR (ca. 7,25 €). Zu Beginn der Massage wird man gefragt, ob man wünscht, dass die Masseurin auf dem Rücken herumläuft. Da die gute Frau maximal 45 Kilo schwer war, habe ich das dann auch direkt mal ausprobiert; im Endeffekt ganz witzig, aber meines Erachtens genauso wie das Gelenkknacken eine reine Show. Im Gegensatz zu den meisten Massagen, die ich bisher hatte, hatte ich das Gefühl, dass die Masseurin gezielt die Verspannungen anging und nicht nach Schema X vorging. So hat sie deutlich länger an meinem operierten rechten Bein rumgeknetet als am linken. Wie praktisch immer eine gute Empfehlung des Lonely Planet Indonesia, den ich jedem Reisenden nur wärmstens ans Herz legen kann…

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