Montag, 13. April 2009

Tag 11 (10.04.2009) – Besuch des Monas


In der Stadtmitte befindet sich ein großer Park, welcher das Nationaldenkmal – Monas (Akronym für Monument Nasional)– und innerhalb des Nationaldenkmals ein Museum beherbergt. Der Park ist eine wunderbare Grünanlage, in der am Wochenende bevorzugt Familien mit ihren Kindern chillen und die Kleinen mit ihren Drachen spielen lassen. Kleine Plastikdrachen bekommt man hier von Parkverkäufern, die diese in verschiedenen Größen zu Spottpreisen anbieten (Mercedes hat schon angekündigt, sich einen Drachen kaufen lassen zu wollen).
In der Mitte des Parks befindet sich das Nationaldenkmal, eine 132 Meter hohe Säule mit einer mit Gold überzogenen Flamme als Spitze. Dieses Denkmal wurde 1961 errichtet. Die Besucherplattform befindet sich auf einer Höhe von 115 Metern und ist für 7.500 IDR (ca. 0,50 €) mit dem Aufzug zugänglich. An Feiertagen ist die Schlange jedoch so lang, dass man zwei Stunden warten muss, was ich nicht vorhatte.
Im Bauch des Monas befindet sich das Nationalmuseum (Eintritt 2.250 IDR, ca. 0,15 €), welches hauptsächlich aus zwei Räumen besteht.
In dem kleineren Raum befinden sich vier goldene Bilder; eine goldene Tür, die Unabhängigkeitserklärung, der Garuda (Wappentier) und eine Landkarte Indonesiens. Besonderes Augenmerk ist auf die Gestaltung des Garudas zu legen. Die acht Schwanzfedern stehen für den Monat August, die jeweils 17 Flügelfedern für den 17. Tag und die 45 Halsfedern für das Jahr 1945, was zusammen den 17. August 1945 ergibt, den Tag der Unabhängigkeitserklärung.
In dem Größeren Raum befinden sich 50 Dioramen, welche in kleinen Bildern die Geschichte Indonesiens darstellen. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Betonung der Unmenschlichkeit und Niederträchtigkeit der niederländischen Kolonialherren gelegt. Die Abneigung gegen unsere Möchtegern-Weltmeister-Nachbarn ist bis heute ungebrochen. Neben diesen Dioramen befindet sich noch eine Vision Jakartas für die nähere Zukunft. Zum einen wird zurzeit ein Gebäude ähnlich den Petronas-Türmen in Kuala Lumpur gebaut (natürlich nochmal viel größer), zum anderen soll das Zentrum Jakartas in absehbarer Zukunft mit einer Einschienenbahn ausgestattet sein, North Havorbrook lässt grüßen; das Projekt war bereits vor Zeit in Angriff genommen und dann aus Geldmangel wieder eingestellt worden. Trassenpfeiler in der Innenstadt liefern davon Zeugnis ab.
Am späteren Nachmittag habe ich dann gemerkt, dass ich wohl einen Tag zu früh wieder zur Arbeit gegangen war, wahrscheinlich habe ich mir eine Salmonellenvergiftung eingehandelt, die zwar unproblematisch ist, jedoch schon eine Schwächung bewirkt.

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