Sieben Tage noch bis zur Abreise. Das Visum liegt abholbereit in Berlin bei der indonesischen Botschaft, der Koffer ist bereits gepackt, es kann also gerne losgehen. Wie das vor langen Reisen so ist, müssen aber noch einige Dinge erledigt werden. Morgen geht es das letzte Mal zur Staatsanwaltschaft nach Bonn, ich werde dann meine letzte Akte abgeben; drei interessante Monate, in denen ich hauptsächlich im Insolvenzstrafrecht tätig war, nähern sich also ihrem Ende zu. Wenn ich etwas jetzt schon vermisse, dann die Sitzungsvertretungen vor Gericht. Letztendlich habe ich mehr Freisprüche als Verurteilungen beantragt. Traurig, aber wahr, teilweise sind die Staatsanwälte so überlastet, dass halbgare Anklagen rausgehen. Das ist nicht schön für denjenigen, der sich nichts zu Schulden hat kommen lassen. Für den Sitzungsvertreter ist es allerdings auch nicht schön, wenn die Anklage in sich zusammenbricht. Macht einfach einen besch... Eindruck!
Ab nächsten Mittwoch kann ich also aus Jakarta berichten, einer Stadt, die größer ist, als viele Mitgliedsstaaten der EU. Wenn ich Pech habe, bekomme ich eine turnusmäßige kurzzeitige Überschwemmung der Stadt mit. Im Gegensatz zu Köln stehen aber in der Regel nachher noch alle Häuser.
Wer Wünsche hat, kann Sie gerne äußern, mir Maße für Hemd, Anzug oder was auch immer schicken, ich werde sicher den einen oder anderen Schneider aufsuchen ;-)
So long...